Ausstellung Malkreis von Judith Haman • Pflegen & Wohnen Horn • 31.8. – 2.11.2014

Zur Vernissage unserer neuen Ausstellung mit Bildern von
Waldrun Abendroth, Irene Drews, Gerhild Duppierry, Ilse Ehlers, Margot Gerloff
Ursula Heinroth, Margarete Klein, Ingeborg Liedigk
Margarete Mielke, Thomas Wehling und Ella Willnat

laden wir Sie herzlich ein.
Eröffnung: Am Sonntag, den 31. August 2014 – 15 Uhr im Foyer
Ausstellung: 31.8. – 2.11.2014  • täglich von 10 -18.00 Uhr
PFLEGEN & WOHNEN HORN • Bauerberg 10, 22111 Hamburg

Wir freuen uns darauf, Ihnen im Beisein der Künstlerinnen die eindrucksvollen Kunstwerke
zu präsentieren. Lassen Sie sich überraschen!
Die Bilder sind im Malkreis der  Stiftung Altenheim  St. Johannis – St. Nikolai
Mittelweg 106,  20149 Hamburg, entstanden.

Ihre Erinnerungen, Geschichten und Phantasien gestalten die Teilnehmerinnen
mit Wasserfarben, Aquarell, Acryl oder Farbstiften auf Papier und Leinwand. Die Bilder zeigen Landschaften, bunte Blumen, Segelschiffe auf der nahen Alster oder sie fabulieren über die Perlen einer Kette, einen prächtigen Hahn, den Tanz der bunten Pinseltupfer  auf einer weißen Fläche, oder wie sah eigentlich der Hund aus, den ich mal hatte.

Viel Vergnügen beim Anblick dieser Bilder, deren Zustandekommen ich begleitet habe.

Judith Haman, Bildende Künstlerin

Organisiert vom Berufsverband Bildender Künstler, Hamburg

PFLEGEN & WOHNEN HORN
Bauerberg 10 I 22111 Hamburg
Telefon (040) 2022 – 4631
horn@pflegenundwohnen.de • www.pflegenundwohnen.de

kirchliche Würdenträger 1933 – 2009 • neue Porträts mit Kommentaren

Bischof Huber - Erzbischof Zollitsch - Metropolit Labardakis - Erzbischof Sterzinski

neu bei hierunda.de:

Porträtbilder kirchlicher Würdenträger: die Bischöfe Franz Tügel, J.S.Schöffel, A. Schönherr, Wolfgang Huber, Kardinal Faulhaber, Kirsten Fehrs, Papst Pius XII, Papst Benedikt XVI, Metropolit Labardakis, Erzbirschof Zollitsch, Erzbischof Sterzinski Malerei von Judith Haman, Tempera auf Leinwand

mit ausgewählten Kommentaren über deren politische Position auf den Einzelseiten, z.B.:
Papst Benedikt XVI

Papst Benedikt XVI

Bei seinem Auschwitz-Besuch im Mai 2006 stellte Papst Benedikt XVI. die Deutschen als durch die Nationalsozialisten Verführte und Verblendete dar.

In seinem Buch „Benedikts Kreuzzug“ schreibt Alan Posener, die Rede sei der Versuch gewesen, aus Tätern Opfer zu machen und die Geschichte des Holocaust umzudeuten. Denn im Kern seiner Auschwitzrede steht eine epochale Umdeutung des Holocaust,
die nicht nur die Kirche von aller Mitverantwortung am Judenmord freispricht, sondern sie zum eigentlich gemeinten Opfer der Schoah erklärt: „Im Tiefsten wollten jene Gewalttäter mit dem Austilgen dieses Volkes den Gott töten, der Abraham berufen, der am Sinai gesprochen und dort die bleibend gültigen Maße des Menschseins aufgerichtet hat.“

klingding radio • „Von der sozialen Irrelevanz improvisierter Musik“ PNW Feature #3 17.1.14 – 22.-0.00 FSK

Freitag 17.1.2014  22.00 – 0.00       FSK 93,0/101,4 mhz + Stream

Ein Mitschnitt der Sendung  ist jetzt auf der klingding website !! 12.2.2014

oder direkt bei archive.org >>

„Also frage ich mich: Wird der Mythos Schönberg den Cecil Taylors überleben oder werden beide verblassen, während Beethoven und Dr.Dre mit der Beute durchbrennen?“
Alvin Curran in Peter Niklas Wilson: „Von der sozialen Irrelevanz improvisierter Musik“

In der ernüchternden Bilanz sprach Peter zwei Kritikpunkte an:
den „Bedeutungsverlust, den Improvisation erleidet, wenn sie von der sozialen Dynamik abgekoppelt wird,
die sie einst in die Welt setzte,
 die „Verkunstung“ von Improvisation,“ … und „das manifeste Epigonentum,
das in frei improvisierter Musik keineswegs seltener ist als in anderen künstlerischen Disziplinen.“

Vorgetragen wurde der Text von Peter N.Wilson beim 7. Jazzforum im Herbst 2001 in Darmstadt.
„Peter Niklas Wilson nähert sich – von anderer Seite – jenem Phänomen,
dass da offenbar eine Lücke klafft zwischen dem Selbstverständnis des improvisierenden Musikers und seiner öffentlichen Wahrnehmung“ 
schreibt Wolfram Knauer im Vorwort unter der Überschrift
„Jazz im kulturellen Zwiespalt“

Konkret wurde ein anderer Zwiespalt wenig später in Hamburg:
Anfang 2002 „ist der dem experimentellen Jazz zugeneigte Musikerverein
TonArt aus dem Dachverband Jazzbüro rausgeflogen. …
Als Beweis wurde der offene Brief Peter Niklas Wilsons von TonArt herangezogen, von dem sich die restlichen TonArt-Mitglieder nicht distanzieren wollten.“ 
Ein Grund für den „möglichst reibungslosen Übergang des Jazzbüros …
war der Druck der Kulturbehörde.“ 
(taz Hamburg 22.2.2002)

Themen wie ist „Jazz improvisierte Musik oder kann improvisierte Musik Jazz sein“
verdunkelten eine kulturpolitische Agenda, die da lautet:
Gelobt sei, was dem Standort dient und sich brav in der Prekarität einrichtet.

Und nun: das Festival blurred edges (2.– 17.5.14) bekommt für jeden Besucher ein Budget von ca. 12% dessen, was ein Abonnentensessel pro Abend die durchfinanzierte Hamburger Staatsoper kostet. Dafür finden die Konzerte in den kleinsten Konzerträumen in ganz Hamburg statt und eingeladene Musiker bekommen etwas mehr als door money.

In der Sendung: Lesung des Textes „Von der sozialen Irrelevanz improvisierter Musik“

mit Judith Haman

dazwischen: Tracks von John Tchicai, Ornette Coleman, Albert Ayler, u.a.

• “Von der sozialen Irrelevanz improvisierter Musik” in
Wolfgang Knauer(Hg.): Jazz und Gesellschaft. Hofheim. Wolke 2002

klingding | sendung für aktuelle musik
jeden 3. Freitag im Monat bei FSK 93,0/101,4mhz
Moderation: Heiner Metzger
Mitschnitte und Programminfos: http://www.hierunda.de/klingding.html

klingding radio • Peter Niklas Wilson Feature #2 • 20.12.13 – 22. – 0.00 FSK

Freitag 20.12.2013  22.00 – 0.00    FSK 93,0/101,4 mhz + Stream 

Studiogast: Judith Haman

• Mitschnitte von der Veranstaltung: Ein Fest für und in Gedenken an Peter Niklas Wilson

• Tracks von John Tchicai, Ornette Coleman, Albert Ayler, u.a.

Texte von Peter Niklas Wilson:
• „Von der sozialen Irrelevanz improvisierter Musik“
in Wolfgang Knauer(ed.): Jazz und Gesellschaft. Hofheim. Wolke 2002
• „Neue Paradigmen in der improvisierten Musik“
aus: MusikTexte 99, Dezember 2003
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klingding | sendung für aktuelle musik
jeden 3. Freitag im Monat bei FSK 93,0/101,4mhz
Moderation: Heiner Metzger
Mitschnitte und Programminfos: http://www.hierunda.de/klingding.html

„wasche meine Hände“ #3 • 8.8. – 13.9.13 Hamburger Schulmuseum

„wasche meine Hände“ # 3    •   Ausstellung von Judith Haman
im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Demokratie stärken – Rechtsextremismus bekämpfen“ der Friedrich-Ebert Stiftung
8. August – 13. September 2013
Eröffnung: Donnerstag 8. 8. 2013, ab 17 Uhr Einführung: Dr. Iris Groschek
Hamburger Schulmuseum
20359 Hamburg – St.Pauli  Seilerstraße 42

Öffnungszeiten: Montag – Freitag 8.00 – 16.30 Uhr • Gruppenführungen bitte telefonisch voranmelden. Jeden 1. Sonntag im Monat: 12.00 –17.00 Uhr
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Eine Ausstellung über Hamburger Ärzte, die in der NS-Zeit brutale Menschenversuche durchführten und wenige Jahre nach 1945 wieder in Amt und Würden als Ärzte weiter praktizieren konnten. Und über die „Führerschule der deutschen Ärzteschaft in Alt-Rehse“, an der Studenten und Studentinnen der Heilberufe in „deutscher Rassenhygiene“ und zu ausführenden Tätern der „Euthanasie“ ausgebildet wurden. Vor und nach jeder Behandlung eines Patienten waschen sich Ärzte die Hände. Konnten sich auch die Ärzte in der NS-Zeit nach Menschenversuchen, Foltern und kalkulierten Morden von ihrem Tun reinigen? Wie kamen sie zu der Überzeugung, dass es „unwerte“ Menschen gibt, mit denen sie Versuche jeglicher Art anstellen konnten? Was bedeutet Bio-Ethik für die Zukunft der Medizin?
„wasche meine Hände…“#3 erweitert eine Ausstellung, die 2011 in der Kassenärztlichen Vereinigung, Ärztehaus Hamburg, zu sehen war.
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Die Ausstellung ist dem Historiker Ernst Klee gewidmet, der im Mai 2013 gestorben ist. Ernst Klee als Erforscher der NS-Zeit hat Täter enttarnt und dazu beigetragen, das Euthanasieprogramm aufzuarbeiten. Dabei setzte er sich vor allem mit den Verbrechen an Behinderten und seelisch Kranken im Nationalsozialismus auseinander.

 

Online Radio:“… und Hamburg, was glaubst du noch ?“ • Sa. 30.3.13 • 14 – 17:00 Feature FSK 93,0/101,4 mhz

Mitschnitt: Radiosendung • „…und Hamburg, was glaubst du noch?“

Informationen über den 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag Hamburg, 1.–5. Mai 2013
und das regionale kirchliche Kulturprogramm unter dem Motto:  “…und Hamburg, was glaubst du?“.

Recherchen über die Evangelische Kirche Deutschlands (EKD): das Verhältnis Kirche – Staat,
die Kirche als Unternehmen, Kirchenfinanzen, „Marke Kirche“, Transparenz in der EKD,
den aktuellen EKD–Leitfaden zum Staat Israel.
Im Interview: Prof. Dr. Rainer Hering über Kirchengeschichte im 20. Jahrhundert.

Playlist • Quellen • Links  >>>

rathausmarkt_201205

Ende der „Schonzeit“ – zum 70. Jahrestag der Pogromnacht 1938 in Hamburg Altona

Radiofeature online >>>>
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Ein Text / Radiofeature über die Recherchen von Judith Haman zur Progromnacht 1938 in Hamburg Altona, die Erfahrungen mit Gewerbetreibenden bei der Befragung über die Vorbesitzer der Geschäfte, Lücken in den Unterlagen über die Umeignung der Grundeigentümer an der Grossen Bergstrasse, besonders für die Grosse Bergstrasse 166–180, dort, wo bald der Ikea Klotz stehen soll. Und über die Ablehnung beim Kulturausschuss der Altonaer Bezirksversammlung, die Veranstaltung am 9.11.2008 in der Blinzelbar: „Eine Begegnung zum 70. Jahrestag der Pogromnacht 1938, zur Geschichte und Gegenwart in Altona, Große Bergstraße und anderswo“ als Erweiterung der behördlichen Gedenkfeiern zu unterstützen sowie die Hochsitze als dauerhafte Installation zur Erinnerung an die Pogromnacht 1938 zu erhalten.

als PDF        ———————–

Ende der „Schonzeit“ – zum 70. Jahrestag der Pogromnacht 1938 in Hamburg Altona
Umgebungsrecherchen in der Großen Bergstraße

Die „Kunst“ des Herrschens der Nationalsozialisten, wie sie sich auch in Altona zeigte, offenbarte sich für die Mehrzahl der Deutschen nicht nur in „Nacht- und Nebel-Aktionen“ der Gestapo, sondern vielmehr in dem unheimlichen, jedoch entwaffnend harmlos erscheinenden System der gegenseitigen Überwachung auf Nachbarschaftsebene. Altona war in 32 Ortsgruppen unterteilt, die in Zellen und Blöcke und Hausgruppen gegliedert waren. Der berüchtigte Obersturmbannführer Hubert Richter wohnte in der Großen Bergstraße 130b.
Die Große Bergstraße reichte damals vom Altonaer Bahnhof bis zum Nobistor. Hier war das Zentrum jüdischer Geschäfte in Altona. Die jüdische Gemeinde zählte etwa 2.500 Menschen, am 1.4.1933 kam es zu ersten Boykottaktionen gegen jüdische Geschäfte. Einen Tag nach der Pogromnacht, am 10.11.38 begannen Verhaftungen und Deportationen.

Der 70. Jahrestag der Pogromnacht 1938 war Anlass für historische Recherchen über die Große Bergstraße und für die Veranstaltung eines Rundganges mit Filmen, Bildern und Diskussion in der Blinzelbar, Große Bergstraße 158.

Die Einladung zum 9.11.2008 zeigte den Straßenplan der Großen Bergstraße von 1937 und Texte eines Flugblatts der Weißen Rose. Der Stadtplan und das Adressbuch von 1937/38 waren Grundlage für mich, eine Karte der Großen Bergstraße mit den damaligen Nebenstraßen anzufertigen und darauf die Hausnummern und Namen der Ladenbesitzer nach Unterlagen aus den Archiven einzutragen. Flugblätter der „Weißen Rose“ wurden auch in Altona im Keller von Prof. Dr. Günther Braun gedruckt. Er war Chefarzt für Hautkrankheiten im Altonaer Krankenhaus. Als jüdischer Arzt durfte er nicht mehr praktizieren, musste als „Krankenbehandler“ in seiner Wohnung Schillerstraße 40 arbeiten, bis er und seine Familie deportiert wurden.

Rundgang am 9.11.2008

Der Rundgang begann vom Nobistor kommend Große Bergstraße Nr.39, heute Louise-Schröder-Straße, damals gab es dort Emma Nickels, Fischladen, dann Abraham Katz, Frisiersalon. An den Rabbiner Eduard Duckesz, der in Altona als Lehrer tätig war, ermordet 1944, wird auf dem gegenüberliegenden jüdischen Friedhof erinnert. Drei Gebäude Große Bergstr.18, 20, 22 waren „Judenhäuser“. Hier wurden jüdische Altonaer bis zur Deportation auf engstem Raum untergebracht, denen man die Wohnungen weggenommen hatte; der Rundgang dokumentiert weiter die Wohn und Geschäftsorte von: Samuel Rosentreter, August Steinberg, Fiedlers Strumpfladen, dessen Inhaber Bernhard Rosen im Juli 1938 auswanderte, das Kaufhaus Gustav Nathan, daneben Max Salomon, im Hinterhaus Ehrhorn, Katz, Lorenz, Eichberg, Grünbaum, Nagelberg, dann Tauerschmidt, Sternberg, Bösenberg, Kitzky, Morgenstern, Woll-Meyer, Hirschel, Rosenberg, Freudenberg. Der Rundgang umfasste ca. 40 Hausnummern mit nachweislich jüdischen Bewohnern oder Besitzern. Bei dem Rundgang wurden alle Orte jüdischer Bewohner und Läden mit weißer Farbe auf dem Gehweg gekennzeichnet.

Große Bergstr. 219-223, vor dem ehemaligen Wohnort von Maria und Paul Chrupella, Zeugen Jehovas, wurden vor 2 Jahren die einzigen Stolpersteine in dieser Straße verlegt.

Auf dem Frappant Gelände, Nr.166-180 standen auch nach ‘45 noch einige Stadthäuser, Dokumente über die ehemaligen Besitzer waren nicht aufzufinden. Welche Umeignung hatte hier während der Nazizeit stattgefunden?
Die Häuser wurden in den 70er Jahren abgerissen und das erste Einkaufszentrum Deutschlands, das Frappant gebaut, demnächst steht hier ein Ikea-Klotz, mitten im Wohngebiet.

An der Ecke Große Bergstr. 250/Poststraße war das Cleja-Stift mit kleiner Synagoge und jüdischem Altenstift, es wurde später zum „Judenhaus“ erklärt. Nach 1948 genehmigte die Baubehörde Hamburg Gewerbetreibenden den Teilwiederaufbau; der Eintrag über die Eigentumsverhältnisse im Grundbuch fehlt.

Letzte Station des Rundgangs war Große Bergstr. 266 „Handelshof“, ehemals Amt für Beamte des NSDAP Reichsbund, Stadtkreis Altona und Teil der Gemeindeverwaltung, bis vor 5 Jahren war hier das Altonaer Finanzamt. Auf Anfragen in einigen Läden, wer denn Vorbesitzer des Hauses gewesen sei oder Fragen nach den Eltern, die den Laden übernommen hatten, bekam ich unklare oder recht abweisende Antworten.

Dem Kulturausschuss im Altonaer Rathaus wurden diese Recherchen vorgestellt mit dem Anliegen, die Gedenkveranstaltung des Bezirksamtes zur Pogromnacht mit dem Rundgang auf der Großen Bergstraße zu erweitern. Um sich vor Ort die nachbarschaftlichen Verhältnisse vor Augen zu führen, die es möglich machten, daß sämtliche jüdische Ladenbesitzer und Bewohner vertrieben und deportiert wurden.

Die Fraktionen CDU/SPD/Grüne/GAL entschieden dagegen. Die behördliche Gedenkfeier fand auf dem Platz der Republik statt.

 Ende der „Schonzeit“

Ab Juni 2008 standen zwei Hochsitze auf der Großen Bergstraße vor der Blinzelbar. Die fremdartig und deplatziert wirkende Installation sollte ein Angebot sein, aus einer neuen Perspektive brisante Themen der Umgebung zu diskutieren. Bei den wöchentlichen Kanzelreden auf den Hochsitzen sprachen Anwohner und Vertreter politischer Parteien und Institutionen. Die Hochsitze sollten als Symbole des Rechts auf freie Meinungsäußerung wirken und dazu beitragen, eine Nachbarschaft im demokratischen Sinne herzustellen. Das Projekt „Eine Begegnung zum 70. Jahrestag der Pogromnacht 1938, zur Geschichte und Gegenwart in Altona, Große Bergstraße und anderswo“ sollte den Horizont um eine historische Dimension erweitern. Bei der Veranstaltung am 9.11.08 wurde der Vorschlag formuliert, die Hochsitze als Symbol für die Pogromnacht in Altona zu erhalten. Ein entsprechender Antrag wurde beim Kulturausschuss Altona eingereicht, jedoch nicht öffentlich diskutiert. Am 23.11. kam die Aufforderung, die Hochsitze bis spätestens 31.12.2008 von der Großen Bergstraße zu entfernen.

Die Blinzelbar war von 2005-2010 ein Kunstraum in der Großen Bergstraße 158. Mit dem Begriffsfeld „opakes Displacement“ versuchten wir durch künstlerische Interventionen die Belange im Sanierungsgebiet mit gestalten zu können.

Judith Haman, Heiner Metzger Hamburg, Oktober 2012

Die Radiosendung mit Judith Haman über „Eine Begegnung zum 70. Jahrestag der Pogromnacht 1938, zur Geschichte und Gegenwart in Altona, Große Bergstraße und anderswo“ am 9.11.2011 bei FSK 93,0 ist nachhörbar unter: archive.org/details/DiePogromnacht1938InHamburgAltonaWie2008UndJetztDaranErinnertWird

http://www.hierunda.de/archiv/Blinzelbar2008/Begegnung_Blinzelbar_Pogromnacht_20081109.html

http://www.hierunda.de/archiv/schonzeit/schonzeit-08.html

 

Artikel im Hamburger Ärzteblatt 04 | 2012 „Kolposkopie ohne Menschlichkeit“

im Hamburger Ärzteblatt erschien April 2012 der Artikel von Dr. Jutta HübnerMenschenversuche . Zwei Ärzte und Brüder wollten sich bei der Entwicklung neuer Methoden zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs persönlich profilieren. Dazu führten sie Versuche an Frauen in Auschwitz durch. „
Am Ende des Textes ein Verweis auf die räumliche Inszenierung „wasche meine Hände“ (2011) von Judith Haman im Ärztehaus Hamburg

Kolposkopie_ohne_Menschlichkeit_Hamburger_aerzteblatt_April_2012

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