Frei. 20.3.2020 – 22:00 klingding radio • Experimentelle Musik aus Afrika / der Saxophonist Frank Paul Schubert • FSK 93,0

Freitag 20. März 2020 22.00 – 0.00
klingding radio FSK 93.0/101.4 mhz, Stream www.fsk-hh.org

Alternate African Reality
Electronic, electroacousticand experimental music
from Africa and the diaspora


Über seine Reisen und Recherchen in Afrika sprach Cedrik Fermont
bei der VAMH Präsentation am 10. Februar 20
und verwies auf seine bald erscheinende Compilation
mit 32 Tracks von Musiker*innen aus allen Teilen Afrikas und der Diaspora,

Daraus einige Tracks.

Und, eine zweites Feature mit Musik des Saxophonisten
Frank Paul Schubert, der sich im Bereich der improvisierten Musik
und des zeitgenössischen Jazz bewegt,
von Gerd Vierkötter.

Moderation: Gerd Vierkötter, Heiner Metzger

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klingding • Radiosendung für aktuelle Musik
jeden 3. Freitag im Monat von 22. – 0.00 Uhr
Freies Senderkombinat Hamburg 93.0/101.4 mhz, Stream

Frei. 21.2.2020 – 22:00 klingding radio • Chile despertó – Interview: Felipe Araya • FSK 93,0

Freitag 21. Februar 2020 22.00 – 0.00
klingding radio FSK 93.0/101.4 mhz, Stream www.fsk-hh.org

Interview mit dem chilenischen Musiker Felipe Araya
über die  Protestbewegung für einen Systemwechsel in Chile.

Records vom Stark Bewölkt Konzert 12.2.20 / Hörbar mit
Felipe Araya: cajòn, objects,
Birgit Ulher: rumpet, radio, speaker.

Records vom Ad-Hoc Konzert 1.2.20 / Hinterconti mit:
Ted Parker: midi git., electronics, Kris Kuldkepp: double bass,
Felix Mayer: trombone, Heiner Metzger: bass clarinet

Gerd Vierkötter porträtiert den Saxophonisten Frank Paul Schubert,
der sich im Bereich der improvisierten Musik und des zeitgenössischen Jazz bewegt.
Er studierte klassisches Repertoire und  Jazz bei Hugo Read und lebt
seit Anfang der neunziger Jahre in Berlin.
Kollaborationen mit Musikern wie:
Rudi Fischerlehner, Günter “Bbaby” Sommer,
Alexander von Schlippenbach, Achim Kaufmann u.v.a.

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jeden 3. Freitag im Monat von 22. – 0.00 Uhr
Freies Senderkombinat Hamburg 93.0/101.4 mhz, Stream

Windbeutel • Rauminstallation 2002 Ziviljustizgebäude Hamburg • Judith Haman • neue Videos

W I N D B E U T E L

War eine Rauminstallation bezogen auf die Architektur und Geschichte der Grundbuchhalle, dem Erweiterungsbau des Ziviljustizgebäudes; Sievekingplatz 1, 20355 Hamburg,  erbaut 1928-1930, der Architekt war Oberbaudirektor Fritz Schumacher.

Der in den Innenhof vorspringende gerundete Flügel (hufeisenförmig) enthält eine durch drei Geschosse reichende 
Oberlicht-Treppenhalle mit Flurgalerien als einzigen architektonisch herausragenden Innenraum. 
Die Halle zeigt die Eisenbetonpfeiler ihrer Konstruktion, dazwischen sind farbige keramische Balustraden gestellt (Bildhauer Kuöhl). 
Die Treppe hat zur Halle hin ein den Balustraden zugehöriges Geländer. 

Zur Rückseite hin besteht das Geländer aus einem in Form von Hakenkreuzen gegliedertes Eisengitter. 
Die ausgehenden Flure von der Treppe kommend sind verbunden mit dem Altbau des Ziviljustizgebäudes und der hufeisenförmigen Lichthalle.Die „Lichthalle“ war seit 1930 Schauplatz von Verhandlungen, Vorträgen,
Treffen des Senats und der Richter und auch ein Ort für Festlichkeiten.
Prof. Peukert sprach vom „Gestapo-Anbau“.
Fritz Schumacher wurde 1933 zwangspensioniert.
Die letzten Hinrichtungen im Keller der Grundbuchhalle waren zum Kriegsende.

Aktuell dazu:
Bislang unbekannte Akten wurden gefunden „wie Hamburger Richter in der NS-Zeit urteilten“ (ARD Panorama 3.9.2019).
und
„Für Führer, Volk und Vaterland, Hamburger Justiz im Nationalsozialismus“, 
Klaus Bästlein, Helge Grabitz, Wolfgang Scheffler (Red.)
Justizbehörde Hamburg (Hg.),
1. Auflage 1992, Nachdruck 2019 
mit einer Einführung zur Neuauflage von Klaus Bästlein

mehr über Windbeutel >>>

Video # 2
Eröffnungskonzert:
Komposition „Die Lücke des Subjekts“, 
von Heiner Metzger
mit
Ge-Suk Yeo – Sopran
Hannes Wienert – Saxophon
Helmuth Neuman – Trompete; Perkussion
Heiner Metzger – Altklarinette

Frei. 17.1.2020 – 22:00 klingding radio • Feature: Matthias Ockert • FSK 93,0

Freitag 17. Januar 2020 22.00 – 0.00
klingding radio FSK 93.0/101.4 mhz, Stream www.fsk-hh.org

Feature über Mathias Ockert

Gerd Vierkötter stellt den Komponisten und Gitarristen Matthias Ockert vor, der zunächst Architektur und dann Komposition bei Wolfgang Rihm studierte.
Sein Werk kennzeichnet sich durch die Verwendung von E-Gitarre, interaktive Elektronik, Integration von Improvisation und den besonderen Fokus auf die kompositorische Gestaltung des Klangraumes aus.
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jeden 3. Freitag im Monat von 22. – 0.00 Uhr
Freies Senderkombinat Hamburg 93.0/101.4 mhz, Stream

Frei. 20.12.2019 – 22:00 klingding radio • Feature: Markus Bongartz + Andreas Krennerich • FSK 93.0 Mhz

Freitag 20. Dezember 2019 22.00 – 0.00
klingding radio FSK 93.0/101.4 mhz, Stream www.fsk-hh.org

Features über Markus Bongartz und Andreas Krennerich

Wir leben in einem Zeitalter der Simulation – da ist die Bereitschaft groß, in naiver Weise Pflöcke in die Erde zu schlagen und zu sagen: ,Hier bin ich‘ – um im selben Atemzug zu fragen, ob dieser Anspruch und die Mittel, ihn zu formulieren, die geeigneten sind.“ Markus Bongartz, über ihn ein Feature von Barbara Kler.
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Gerd Vierkötter stellt aktuelle Projekte des Saxophonisten Andreas Krennerich vor. Er arbeitet in verschiedenen Bereichen der improvisierten
und notierten Musik und organisiert das Stuttgarter Saxophonfestival.
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Ca. in den letzten 30 Minuten
Tracks von PAF, aus der Präsentation #68 mit Sarah Nemtsov;
über die Zuwendungen 2020 aus dem Musikstadtfonds Hamburg,
u.a.
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klingding • Radiosendung für aktuelle Musik
jeden 3. Freitag im Monat von 22. – 0.00 Uhr
Freies Senderkombinat Hamburg 93.0/101.4 mhz, Stream

FREI. 15.11.2019 – 22:00 KLINGDING RADIO • PRÄSENTATION C.L. HÜBSCH + NEW PHONIC ART • FSK 93.0 MHZ

Freitag 15. November 2019 22.00 – 0.00
klingding radio FSK 93.0/101.4 mhz, Stream www.fsk-hh.org

Tracks von:
C.L. Hübsch (Köln) + Aufnahmen von seiner Präsentation#67 am 12.11.19 in der HfMT
er ist weltweit aktiv als Impromusiker, als Tuba Soloist und in zahlreichen Bands und Kollaborationen, aber auch als Komponist, Theatermusiker, Theoretiker, der über Impro-Konzepte und Spielansätze nachdenkt.

und eine Neuentdeckung:
New Phonic Art, mit Vinko Globokar, Michel Portal, Carlos Roqué Alsina und Jean-Pierre Drouet. 1969 eins der ersten Ensembles der freien Improvisationsmusik in Europa.
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klingding • Radiosendung für aktuelle Musik
jeden 3. Freitag im Monat von 22. – 0.00 Uhr
Freies Senderkombinat Hamburg 93.0/101.4 mhz, Stream
Moderation: Heiner Metzger

9. November 2008: Ende der „Schonzeit“ – zum 70. Jahrestag der Progromnacht 1938 in Hamburg-Altona. Ein Rundgang mit Judith Haman

9.11.2011 FSK Hamburg.
Ende der „Schonzeit“ – zum 70. Jahrestag der Pogromnacht 1938 in Hamburg Altona.
Die Radiosendung dokumentiert den Rundgang am 9. November 2008 in der Großen Bergstraße. Interview mit Judith Haman, deren Antrag auf Teilnahme an den Altonaer Gedenkveranstaltungen 2008 von den Bezirkstags Fraktionen CDU/SPD/Grüne abgelehnt wurden.


Radiofeature:
Die Pogromnacht 1938 in Hamburg Altona, wie 2008 und jetzt daran erinnert wird. FSK 93,0 • 9.11.2011

Umgebungsrecherchen in der Großen Bergstraße
Die „Kunst“ des Herrschens der Nationalsozialisten, wie sie sich auch in Altona zeigte, offenbarte sich für die Mehrzahl der Deutschen nicht nur in „Nacht- und Nebel-Aktionen“ der Gestapo, sondern vielmehr in dem
unheimlichen, jedoch entwaffnend harmlos erscheinenden System der gegenseitigen Überwachung auf Nachbarschaftsebene. Altona war in 32 Ortsgruppen unterteilt, die in Zellen und Blöcke und Hausgruppen 
gegliedert waren.
Der berüchtigte Obersturmbannführer Hubert Richter wohnte in der Großen Bergstraße 130b.
Die Große Bergstraße reichte damals vom Altonaer Bahnhof bis zum Nobistor. Hier war das Zentrum jüdischer Geschäfte in Altona. Die jüdische Gemeinde zählte etwa 2.500 Menschen, am 1.4.1933 kam es zu ersten Boykottaktionen gegen jüdische Geschäfte. 
Einen Tag nach der Pogromnacht, am 10.11.38, begannen Verhaftungen und Deportationen.

Der 70. Jahrestag der Pogromnacht am 9. November 2008 war Anlass für historische Recherchen über die Große Bergstraße und für die Veranstaltung eines Rundganges mit Filmen, Bildern und
Diskussion in der Blinzelbar, Große Bergstraße 158.

Die Einladung zum 9.11.2008 zeigte den Straßenplan der Großen Bergstraße von 1937 und Texte eines Flugblatts der Weißen Rose. Der Stadtplan und das Adressbuch von 1937/38 waren Grundlage für mich, eine Karte der Großen Bergstraße mit den damaligen Nebenstraßen anzufertigen und darauf die Hausnummern und Namen der Ladenbesitzer nach Unterlagen aus den Archiven einzutragen.
Flugblätter der „Weißen Rose“ wurden auch in Altona im Keller von Prof. Dr. Günther Braun gedruckt. Er war Chefarzt für Hautkrankheiten im Altonaer Krankenhaus.
Als jüdischer Arzt durfte er nicht mehr praktizieren, musste dann als „Krankenbehandler“ in seiner Wohnung Schillerstraße 40 arbeiten, bis er und seine Familie deportiert wurden.

Rundgang am 9.11.2008

Der Rundgang begann vom Nobistor kommend Große Bergstraße Nr.39, heute Louise-Schröder-Straße, damals gab es dort
• Emma Nickels, Fischladen, dann
• Abraham Katz, Frisiersalon. An den Rabbiner 
• Eduard Duckesz, der in Altona als Lehrer tätig war, ermordet 1944, wird auf dem gegenüberliegenden jüdischen Friedhof erinnert.
Drei Gebäude Große Bergstr.18, 20, 22 waren „Judenhäuser“. Hier wurden 
jüdische Altonaer bis zur Deportation auf engstem Raum untergebracht, denen man die Wohnungen weggenommen hatte; der Rundgang dokumentiert weiter die Wohn und Geschäftsorte von:
• Samuel Rosentreter,
• August Steinberg,
• Fiedlers Strumpfladen, dessen Inhaber Bernhard Rosen im Juli 1938 auswanderte,
• das Kaufhaus Gustav Nathan, daneben
• Max Salomon, im Hinterhaus
Ehrhorn,
• Katz,
• Lorenz,
• Eichberg,
Grünbaum,
• Nagelberg, dann
• Tauerschmidt,
• Sternberg,
• Bösenberg,
• Kitzky,
• Morgenstern, 
• Woll-Meyer,
• Rosenberg,
• Freudenberg.
Der Rundgang umfasste ca. 40 Hausnummernmit nachweislich jüdischen Bewohnern oder Besitzern. Bei dem Rundgang wurden alle Orte jüdischer Bewohner und Läden mit weißer Farbe auf dem Gehweg gekennzeichnet.
Große Bergstr. 219-223, vor dem ehemaligen Wohnort von • Maria und Paul Chrupella, Zeugen Jehovas, wurden vor 2 Jahren die einzigen Stolpersteine in dieser Straße verlegt.

Auf dem Frappant Gelände, Nr.166-180 standen auch nach ’45 noch einige Stadthäuser, Dokumente über die ehemaligen Besitzer waren nicht aufzufinden. 
Welche Umeignung hatte hier während der Nazizeit stattgefunden? 
Die Häuser wurden in den 70er Jahren abgerissen und das erste Einkaufszentrum Deutschlands, das Frappant gebaut, demnächst steht hier ein Ikea-Klotz, mitten im Wohngebiet.

An der Ecke Große Bergstr. 250/ Altonaer Poststraße war das
• Cleja-Stift mit kleiner Synagoge und jüdischem Altenstift; es wurde später zum „Judenhaus“ erklärt. Nach 1948 genehmigte die  Baubehörde Hamburg Gewerbetreibenden den Teilwiederaufbau;  der Eintrag über die Eigentumsverhältnisse im Grundbuch fehlt.

Letzte Station des Rundgangs war Große Bergstr. 264/266 „Handelshof“, ehemals Amt für Beamte des NSDAP Reichsbund, Stadtkreis Altona und Teil der Gemeindeverwaltung, bis vor 5 Jahren war hier das Altonaer Finanzamt.
Auf Anfragen in einigen Läden, wer denn Vorbesitzer des Hauses gewesen sei oder Fragen nach den Eltern, die den Laden übernommen hatten, bekam ich unklare oder recht abweisende Antworten.

Dem Kulturausschuss im Altonaer Rathaus wurden diese Recherchen vorgestellt mit dem Anliegen, die Gedenkveranstaltung des Bezirksamtes zur Pogromnacht mit dem Rundgang auf der Großen Bergstraße
zu erweitern. Um sich vor Ort die nachbarschaftlichen Verhältnisse vor Augen zu führen, die es möglich machten, daß sämtliche jüdische Ladenbesitzer und Bewohner vertrieben und deportiert wurden.

Die Fraktionen CDU/SPD/Grüne/GAL entschieden dagegen. 
Die behördliche Gedenkfeier fand auf dem Platz der Republik statt.

Weitere Dokumente zum Rundgang von Judith Haman, mit dem Flugblatt der Weißen Rose und anderen Verweisen, sind auf der der Website: http://www.hierunda.de/archiv/Blinzelbar2008/Begegnung_Blinzelbar_Pogromnacht_20081109.html

FREI. 18.10.19 22:00 KLINGDING RADIO • Studiogast: Prof. Dr. Rolf Bader • FSK 93,0 MHZ

Freitag 18. Oktober 2019  22.00 – 0.00
klingding radio  FSK 93.0/101.4 mhz, Stream www.fsk-hh.org

Studiogast: Prof. Dr. Rolf Bader

mit Tracks seiner CD: Tonal Partials (2013 Stereoculture)
    
 „Die Idee der CD ist es, ein Tonsystem zu definieren. Ein PlugIn spielt dann nur Klänge, deren Grundtöne, aber auch deren Partialtöne, die alle nur aus diesem Tonsystem stammen.

  Musik und künstliche Intelligenz, moderne Phonogramarchive,
die diese Methoden verwenden. 
>>CoMSAr

•  Die Kulturtheorie der  
Physical Culture Theory, eine Beschreibung von Musik/Kultur als physikalische Impulse Patterns, welche durch Musikinstrumente laufen, als Schall abgestrahlt im Ohr rekonstruiert werden und im Gehirn als Nervenströme weiterfließen. 

Da beide Systeme selbstorganisierend sind, kann Kultur als synergetisches ‚Wesen‘ verstanden werden, bei der Bedeutung
durch raumzeitliche Muster ersetzt werden.“

Rolf Bader ist Professor für Systematische Musikwissenschaft
an der Uni Hamburg, seine Forschungsschwerpunkte sind
Musikalische Akustik und Musiksignalverarbeitung, Musikhardware- und -softwareentwicklung,
Musikethnologie, Musikpsychologie und Musikphilosophie.

Er arbeitete als professioneller Musiker, Komponist und Künstler und leitete Aufnahmestudios. Als Ethnomusikologe war er ab 1999 in Bali, Nepal, Thailand, Kambodscha, Myanmar, Sri Lanka, China und Indien.

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Moderation: Heiner Metzger
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