Welche Farben hat die Stadt? Projekt von Judith Haman • April – Juni 2018 im Werkhaus Münzviertel

Welche Farben hat die Stadt? 

Ein Projekt von Judith Haman
April bis Mitte Juni 2018, Werkhaus Münzviertel, Rosenallee 11, 20097 Hamburg

Konkret wurde die Frage anhand der Aufenthaltsorte der Teilnehmer. Welche Farbe dominiert dort und auf den Wegen zum Werkhaus. Tägliche Eindrücke, die schnell eine Vorlage für bildnerische Arbeiten auf Papier gaben. Pigmente mussten erst gemischt, mit Bindemittel malfertig gemacht werden.
Die Farbnamen, in den Sprachen der Teilnehmer notiert, generierten Tabellen und Diskussionen über Farbnuancen, ihre genaue Bezeichnung in der arabischen Sprache, in Farsi, Deutsch und Französisch. Vergleiche der aktuellen Umgebung mit der früheren lösten Beschreibungen und Geschichten aus, über Länder und Orte der Kindheit und der Verwandten, Fluchtrouten und Sehnsüchte.
Bilder im Internet von den Heimatorten grundierten die angesprochenen Farben, die Schattierungen von Bäumen und Pflanzen im Viertel der Verwandten.
Und, welche Mischung kommt dem vertrauten Farbton am nächsten, löst das lichtblau Strahlende aus, gibt dem Erdton seine feuchte Schwere, deutet die Trockenheit von grünem Blattwerk an.
Monochrome Farbflächen auf einem beschichteten Karton, auf dickem Papier, in verschiedenen Formaten, mit Acrylbinder, Wasserfarben, mit Stiften, jedes Material hat andere Eigenschaften, die Bildresultate erstaunen, misslingen, geben Anstoß für weitere.

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Dokumentation des Projekts auf der Webseite >>>>

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Werkhaus Münzviertel zur Verschränkung von Pädagogik, Kunst & Quartiersarbeit
Das Werkhaus Münzviertel ist ein niedrigschwelliges Angebot für wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Jungerwachsene bis zu 27 Jahren, die von sozialstaatlich-institutionellen Kontexten nicht (mehr) erreicht werden sowie für Jungerwachsene, die aus ihren Heimatländern geflohen sind und sich im Asylverfahren befinden.
Das Werkhaus Münzviertel basiert auf der Idee, dass Lernprozesse über Produktionsprozesse erfolgen und orientiert sich an dem Konzept des Bauhauses: Parallelität von künstlerischer und handwerklicher Ausbildung. Durch Eigenständigkeit und Mitbestimmung sowie gemeinsame Projektarbeiten in den Bereichen Kunst, Gartenbau, Küche, Holz, Fahrrad und Tonstudio sollen die jungen Erwachsenen aktiviert und dazu motiviert werden, auch ihr eigenes Leben selbstbestimmt zu gestalten. Eine grundlegende Zielsetzung dabei ist es, die dafür wichtigen Eigenschaften wie Zuverlässigkeit, Eigenverantwortung und Alltags-Struktur zu vermitteln.“

 

Über hierunda

Heiner Metzger, Musiker

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